Laptop Nutzerin zahlt per Kreditkarte

Schufa Score erklärt – Das sagt er aus

Wie wichtig die Schufa ist, lernt fast jedes Kind bereits in jungen Jahren. Wenn die Eltern einen Kredit beantragen möchten, zum Beispiel, weil sie ein Haus bauen wollen oder wenn es darum geht, dass ein neues Handy angeschafft werden soll, fällt fast immer dieses besondere Wort mit den sechs Buchstaben: Schufa. Kaum eine Organisation oder Firma in Deutschland ist so sehr bekannt, obwohl kaum jemand weiß, wie der Schufa Score sich zusammensetzt und wenn man ehrlich in seinem Bekannten oder Freundeskreis fragt, werden viele von ihnen auch noch nie eine Schufa Auskunft eingeholt haben. 

Die Schufa ist, wie erwähnt wurde, eine sehr bekannte und große Organisation. Wenn man bedenkt, dass in Deutschland ca. 80 Millionen Menschen leben und man dann sieht, dass die Schufa Daten von ca. 67 Millionen Bürger hat und von ca. 5 Millionen Firmen, dann kann man sich ungefähr vorstellen wie viel die Schufa weiß.

Dabei haben viele Menschen bedenken, wenn sie an eine Abfrage denken und manchmal ist das auch verständlich. Denn ein negativer Schufa Eintrag oder ein schlechter Schufa Score kann dazu führen, dass man Probleme im alltäglichen Leben bekommt, zum Beispiel, wenn man einen neuen Handyvertrag möchte, aber keinen bekommt, auch aufgrund des Schufascores. Und wenn Sie jetzt versuchen sich vorzustellen, wie es ist ohne Handy zu sein, dann wissen Sie welchen Effekt die Schufa auf unseren Alltag haben kann. Glücklicherweise bedeutet ein Schufa Eintrag nicht, dass man gar keine Chancen mehr hat, wenn es um Kredite geht und wie Sie im weiteren Verlauf dieses Textes noch feststellen werden. Darüber hinaus speichert die Schufa nicht nur negative Informationen, sondern hat auch positive Einträge. Die Mehrheit soll sogar positiv sein. 

Dabei hat jeder Bürger laut dem § 34 BDSG das Recht eine kostenlose Schufa Auskunft im Jahr zu erhalten. In ihr erfahren interessierte Personen, welche Informationen die Organisation über eine Person gesammelt hat, woher diese Informationen stammen und was mit ihnen gemacht wurde. Das ist zwar interessant, aber nicht so interessant, wie der Schufa Score, der ebenfalls offengelegt wird. Und unter anderem um ihn geht es im folgenden Artikel.

Welche Daten werden generell gespeichert?

Nicht erst seit Mai 2018, dem Monat indem die DSGVO auch in Deutschland rechtlich bindend eingeführt wurde, interessieren sich viele Menschen in diesem Land für die Arten von Daten, die von ihnen gespeichert wurden. Also, welche Daten hat die Schufa gespeichert?

Neben den offensichtlichen demografischen Daten, wie Alter, Name und Adresse werden auch Angaben zu aufgenommenen oder angefragten Darlehen gespeichert, ob sie zurückgezahlt wurden bzw. werden und ob es bei der Rückzahlung Probleme gibt. Das betrifft auch Mahnungen oder mit anderen Worten, wie zeitlich penibel Sie Ihre Rechnungen zahlen wird ebenfalls gespeichert.

Es können übrigens auch Angaben zu Sondertilgungen gespeichert werden oder wenn es schwerwiegende Probleme mit Ihrem Girokonto gegeben hat und die Bank sich entschieden hat, Ihr Girokonto zu kündigen.

Des Weiteren werden auch Bürgschaften gespeichert oder die sehr schlechten Informationen, wie zum Beispiel Angaben zu einem Insolvenzverfahren oder ein Vollstreckungsverfahren.

Laptop Gebraucher nutzt Online Banking

Hierher bekommt die Schufa Ihre Daten

Nicht nur dem Schufa Score hängt etwas Mysteriöses an, sondern auch die Herkunft der Daten. Logisch, manchmal ist es offensichtlich woher die Daten kommen, zum Beispiel bei Banken. Immerhin legitimieren Sie sich bevor Sie ein Konto eröffnen und dann kann der Datensatz einfach von einer Bank zur Schufa gesendet werden. Viele Sparkassen und Banken sind Vertragspartner dieser Organisation sowie vor allem die folgenden Firmen:

  • Firmen die Telekommunikation ermöglichen
  • Leasingfirmen
  • Versandhandelsfirmen

Insgesamt hat die Schufa ca. 9000 Vertragspartner. Das ist eine ganze Menge und wenn Sie wissen möchten, ob die Firma, bei der Sie grade sind auch ein Vertragspartner ist, dann sollten Sie sich den Vertrag einmal näher anschauen. Dort wäre dann nämlich eine Schufa Klausel enthalten und damit ist es offensichtlich, dass das Unternehmen zur Schufa gehört. Sobald Sie dann den Vertrag unterschreiben werden Ihre Daten versendet. Im Allgemeinen kommt es zu neuen Einträgen, wenn:

  • Eine Person eine Kreditkarte beantragt
  • Ein Girokonto eröffnet
  • Sich nach den Konditionen für ein Darlehen erkundigt, wobei diese Informationen nicht an Dritte weitergegeben werden
  • Ein Darlehen oder ein Smartphone Vertrag abgeschlossen wird
  • Ein Kfz finanziert werden soll
  • Eine Ratenzahlung vereinbart wird
  • Der Stromlieferant gewechselt werden soll

Diese Liste zeigt, wie umfangreich die Quellen sind, die genutzt werden können, um Daten zu sammeln. Wer jetzt aber glaubt, dass das die einzigen Quellen sind, der irrt sich. Offensichtlich geht es nicht nur um Verbraucher, die grade einen Vertrag abschließen, sondern auch um Personen, die in finanziellen Problemen stecken und in einer Liste für Schuldner geführt werden. Außerdem können auch noch öffentliche Quellen genutzt werden.

Falsche Daten berichtigen lassen

Neben der Berichtigung falscher Daten, können Sie auch darauf bestehen, dass die Schufa falsche Daten von Ihnen löscht. Das kann dabei helfen Schufa Score zu verbessern, wenngleich keine Garantie gegeben kann, denn niemand weiß, wie genau sich der Score zusammensetzt. Des Weiteren ist es natürlich immer gut, wenn in der Schufa Auskunft nur korrekte Daten stehen und eine Löschung ist kein großer Akt. Sie müssen sich eben nur bei der Schufa melden und dann nachweisen, dass es sich um falsche Daten handelt. Bitte beachten Sie, dass bis zur eindeutigen Klärung die Daten weiterhin gespeichert bleiben. Diese Einträge muss die Schufa löschen:

  • Girokonto: Direkt nach der Auflösung
  • Kreditkarte: Direkt nach der Kündigung
  • Handyvertrag: Direkt nach der Kündigung
  • Bürgschaft: Direkt nach der Kündigung
  • Eigenauskunft: Nach einem Jahr
  • Ratenkredit: Drei Jahre nachdem die Rückzahlung abgeschlossen ist
  • Mahnbescheid: Am Ende des dritten Jahres nach der Bezahlung aller bestehenden Forderungen
  • verspätete Ratenzahlung: Am Ende des dritten Jahres nach der Bezahlung aller bestehenden Forderungen
  • Vollstreckung: Am Ende des dritten Jahres nach der Bezahlung aller bestehenden Forderungen eidesstattliche Versicherung: am Ende des dritten Jahres nach Tilgung aller Forderungen
  • Insolvenz: am Ende des dritten Jahres nachdem das Verfahren beendet wurde

Diese Liste zeigt, dass es teilweise auch schwerwiegende Einträge sind, die falsch in Ihrer Auskunft stehen. Daher lohnt es sich immer, sich einmal im Jahr eine kostenlose Auskunft zukommen zu lassen und sie auf falsche Daten zu überprüfen und gegebenenfalls berichtigen oder gar löschen zu lassen. Bitte beachten Sie auch, dass diese Liste keineswegs vollständig sein muss und es noch weitere Situationen geben kann, in denen eine Löschung nützlich sein kann, wie etwa bei einem nicht-vertragsgemäßen Handeln im Rahmen eines Mobilfunkvertrages. Solange der Sachverhalt geprüft wird, werden Dritte keinen Zugriff zu den Informationen bekommen.

Was passiert, wenn die Daten nicht gelöscht werden?

Für den theoretischen Fall, dass Ihre Daten nicht geändert oder gelöscht werden können Sie den Ombudsmann der Organisation einschalten. In diesem Ombudsmannverfahren geht es dann um die Frage, ob es berechtigt war, dass Sie einen Antrag auf Löschung oder Änderungen gestellt haben und sollte der Schlichtungsspruch zu Ihren Gunsten ausfallen, dann wird man sich schnell um Ihr Anliegen kümmern.

Kann ein Eintrag generell gelöscht werden?

Es ist nur möglich eine nicht korrekte Information löschen zu lassen. Ein Eintrag der korrekt ist, aber der betreffenden Person, warum auch immer, nicht gefällt, kann in der Regel nicht gelöscht werden. Das könnte auch zu Problemen führen, denn es gibt Firmen, die die Schufa Informationen nicht nur dafür nutzen, um zu erörtern wie Kreditwürdig eine Person ist, sondern auch, um Ihre Identität festzustellen. Der Bereich des Identitätsdiebstahls ist im Zeitalter des Internets leider immer noch ein sehr großes Problem, auch für die sehr großen Firmen, und da kann eine Identitätsfeststellung sicherlich nicht schaden.

Der Schufa Score – Ein großes Mysterium

Wie bereits erwähnt wurde, weiß niemand so genau wie sich der Schufa Score überhaupt errechnet. Man könnte aber eventuell davon ausgehen, dass der Score mit den Daten zusammenhängt, die über eine Person gespeichert wurden und dass dabei mathematische Verfahren verwendet werden.

Wer schon einmal eine Auskunft erbeten hat, der wird wissen, dass es verschiedene Stufen innerhalb des Ratings gibt. Wie gut oder wie schlecht die einzelne Stufe ist, wird in dem Schreiben der Organisation erläutert. Sie müssen sich also zumindest um diesen Punkt keine Gedanken machen.

Klar, ein paar Informationen gibt die Auskunft selbst. Allerdings reicht es auch mit diesen Informationen nur zu Spekulationen. Selbst der Bundesgerichtshof hat im Jahr 2014 festgestellt, dass es sich beim Schufa Score um einen schützenswertes Geschäftsgeheimnis handelt. 

Was passiert, wenn es im Alltag Probleme wegen des Scores gibt?

Stellen Sie sich einmal folgendes Szenario vor: Sie merken, dass Ihr momentanes Smartphone kurz davor ist kaputt zu gehen. Es stürzt oft ab, lädt sehr langsam und kommt mit modernen Anwendungen kaum noch zurecht. Also entscheiden Sie sich bei Ihrem lokalen Smartphone Shop ein neues Gerät zu besorgen, suchen sich vor Ort eins aus und warten dann bis die Schufa Abfrage fertig ist. Leider ist das Ergebnis negativ und Sie fragen sich, welche Möglichkeiten Sie jetzt noch haben. Nun, um ehrlich zu sein, haben Sie wahrscheinlich kaum eine Möglichkeit, um den Smartphone Vertrag noch abzuschließen.

Wie kommen Personen denn trotzdem an ein Darlehen, zum Beispiel, wenn es um eine Umschuldung geht oder ein KFZ finanziert werden muss, da man eine neue Arbeitsstelle begonnen hat und diese in einem Ort liegt, der nur sehr schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist?

Die Alternativen finden sich auf dieser Internetseite, denn hier werden zahlreiche Plattformen vorgestellt, die Darlehen vergeben, ohne, dass es eine Schufa Abfrage geben wird. Der Clou dabei ist, dass es sich um seriöse Plattformen handelt und man bei ihnen keinesfalls von einer Kredithai Plattform sprechen kann.

Stattdessen vergeben über diese Plattformen Privatpersonen oder eine Gruppe von Investoren Darlehen an Antragssteller, wovon einige in der Vergangenheit finanzielle Schwierigkeiten hatten und jetzt einen negativen Eintrag in der Schufa haben.  

Der Unterschied zwischen positiven und negativen Einträgen

Bei diesem Punkt kommt es auf die Art der Information an, die gespeichert wurde. Wenn es sich bei den Informationen um Dinge handelt, die ein Mahnverfahren, eine Pfändung, ein Insolvenzverfahren oder eine Kontokündigung handelt, dann kann man davon ausgehen, dass es sich um negative Einträge handelt.

Auf der anderen Seite der Skala geht es bei den positiven Einträgen darum, dass einer Person Vertrauen entgegengebracht wurde, eine der wichtigsten Währungen im Bereich der Finanzen. Dieses Vertrauen zeigt sich zum Beispiel dann, wenn eine Person ein Darlehen aufnehmen kann oder aber einen Smartphone Vertrag oder einen Energielieferanten Vertrag abschließen kann. Auch die Finanzierung eines KFZ gehört dazu.

Die verschiedenen Scores

Wer eine Abfrage einholt, der wird feststellen, dass es nicht „den einen Score“ gibt, sondern, dass es verschiedene Bewertungen gibt und zwar solche, die zu einer Branche gehören, wie zum Beispiel Bank und den allgemeinen Score. 

Das Fazit

Dieser Artikel hat eindeutig gezeigt, dass ein negativer Schufa Eintrag zwar nicht wünschenswert ist, er aber auch nicht so ein großes Problem darstellt, dass man komplett ohne Möglichkeiten ist. Insbesondere Webseiten die Darlehen an Privatpersonen vergeben und bei denen die Schufa keine Rolle spielen sind nennenswert und können von allen Personen genutzt werden, die die üblichen Voraussetzungen erfüllen, ganz egal, ob Sie einen negativen Eintrag haben.



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